GOTTES/HAUS


Kirche für Sie.

Die Stadtpfarrkirche „St. Nikolaus“ steht sieben Tage die Woche von früh bis spät das ganze Jahr über Gläubigen und Besuchern offen. Ebenso haben Ihre Seelsorger stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen. Die hier beheimatete Pfarre engagiert sich für Kinder und alte Menschen, besucht Kranke und kümmert sich um Menschen die aus ihrer Heimat flüchten mussten.

Hier wird jeden Tag Gottesdienst gefeiert, viele junge Paare wählen die Kirche für ihr Ja-Wort, Kinder werden getauft und in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen; und bei Beichte und Aussprache (Freitags 16-18 Uhr) finden Menschen Hilfe und Trost.

 

Kultur & Geschichte.

Kaiser und Könige, Pilger, Gläubige und Kulturinteressierte aus aller Welt besuchen seit Jahrhunderten das Gotteshaus im Herzen des Salzkammerguts. Hier sind die kaiserliche Familie und ihre Namenspatrone an den Wänden verewigt, hier hat Kaiser Franz Joseph die Hl. Messe mitgefeiert und Anton Bruckner die großen Feste an der Orgel begleitet.

Bis heute ist die Stadtpfarrkirche nicht nur geistiges sondern auch kulturelles Zentrum. Als Schauplatz des ältesten Volksspiels Oberösterreichs – des über 300 Jahre alten Ischler Krippenspiels, bei Konzerten großer Chöre oder beim Erklingen der historischen „Kaiserjubiläumsorgel“.

Bereits 1320 wird eine erste Ischler Kirche erwähnt. Sie war bedeutend kleiner und erstreckte sich über den heutigen Altarraum. Die Traun war einst eine wichtige Wasserstraße für den Salztransport und so war es nur logisch dass die Kirche dem Patron der Salzschiffer, dem Heiligen Nikolaus geweiht wurde. Weil die alte Kirche für die wachsende Bevölkerung zu klein wurde, wurde sie – heute kaum vorstellbar – abgerissen und mit Unterstützung von Kaiserin Maria Theresia neu erbaut. Nur der schlanke gotische Turm von 1490 blieb erhalten, an dessen Fassade ein römischer Grabstein zu sehen ist der an die frühe Besiedelung der Gegend erinnert.

Ab den 1820er Jahren wurde Bad Ischl zum vielbesuchten Kur– und Badeort der Hocharistokratie, dadurch fanden sich zahlreiche Spender und Gönner für neue Altäre kunstvolle Wandmalereien im Nazarenerstil und kostbare liturgische Geräte.

 

Sanierung & Neugestaltung.

Gerade im Jahr 2017, als sich der Geburtstag der großen Gönnerin und „Geburtshelferin“ der Stadtpfarrkirche, Kaiserin Maria Theresia zum 300. Mal jährte, sah es die Pfarrgemeinde als besonderen Auftrag, die Sanierung und Neugestaltung dieses  Kulturjuwels in Angriff zu nehmen.

Architekt Christian Neureiter kennt das Gotteshaus seit seiner Kindheit und hat hierfür gemeinsam mit der Pfarrgemeinde ein schlüssiges Raumkonzept entwickelt, in dem er die Grundordnung der Kirche nicht angetastet hat, jedoch durch die Versetzung des Taufbrunnes in den Eingangsbereich völlig neue Akzente gesetzt hat. Durch ein künstlerisch gestaltetes Portal mit Goldoberfläche spannte er den Bogen zum Altarraum auf und holt die feiernde Gemeinde fortan in die Mitte des Geschehens. Mit Altar, Ambo und Priestersitz – gestaltet von Künstlerin Inge Dick – konnten langjährige Provisorien ersetzt werden. Und durch das Aufgreifen der im Raum vorhandenen Farben fügen sich die neuen Orte nun harmonisch ins Gesamtbild ein, ohne historisierend zu wirken.

Die technischen Einrichtungen wie Strom, Heizung und Tonanlage waren in die Jahre gekommen und mussten vollkommen erneuert sowie Schäden an Böden und Fresken mit dramatischen Rissen im Gewölbe ausgebessert werden. Auch die Fenster, Mosaiken und historischen Kaiserstühle erstrahlen seither wieder in „altem“ Glanz.

 

Barrierefreiheit.

Um Menschen mit Rollstuhl genauso wie Eltern mit Kinderwagenden eine selbständigen Zutritt zur Kirche zur ermöglichen, wurde im Zuge der Renovierungsarbeiten der Seiteneingang barrierefrei gestaltet. Speziell für Besucher mit Seh- oder Hörschwäche wurde zudem eine verbesserte Beleuchtung und eine auf den Raum optimierte Tonanlage installiert.

 

Sehen Sie hier eine Einführung in die neue liturgische Raumordnung und zur künstlerischen Neugestaltung: